Infrarotheizung im Badezimmer

Infrarotheizung und Badezimmer
Die Beheizung des Badezimmers ist insofern ein Sonderfall, da man das Badezimmer im
Verlauf eines kompletten Tages, also 24 Stunden, in der Regel nur zwischen 1-und ca. 3 Stunden nutzt. Da stellt sich schon die Frage, wie man das Badezimmer optimal und energiesparend beheizt.

Ich möchte an dieser Stelle ein Beispiel beschreiben bzw. einen Tipp geben:
Unser Badezimmer ist das kälteste Zimmer im ganzen Haus. Es hat zwei Außenseiten und eine
Innenseite zum Schlafzimmer hin, das auch nur wenig beheizt wird. Der Fußboden ist relativ kalt,
weil im darunter liegendem Keller unsere Sauna steht und das Kellerfenster immer geöffnet ist.
Die Kellerdecke ist nicht wärmegedämmt. Das ist die aktuelle Situation hierzu.

Als Schwabe und als Gebäude-Energieberater achte ich natürlich darauf, dass Energie, in diesem
Fall Strom, effektiv und sinnvoll verbraucht bzw. genutzt wird. Oder anderes ausgedrückt: Ich bin
in diesem Fall zu geizig, unser Badezimmer rund um die Uhr entsprechend zu beheizen, obwohl wir
es pro Tag durchschnittlich nur 90 Minuten benutzen. Andererseits möchten wir es natürlich schön
warm haben, wenn wir duschen und anderseits muß auch darauf geachtet werden, dass keine
Schimmelschäden auftreten, wenn man das Badezimmer zu wenig beheizt und zu wenig lüftet.

Wie kann also eine optimale Lösung aussehen?
Wir beheizen unser Badezimmer mit einer 900Watt-Leichtbauheizung und regeln die Raumluft-
Temperatur mit einem programmierbaren Thermostat. Der Thermostat ist so programmiert, dass
wir zu den Duschzeiten, die an Wochentagen immer gleich sind, eine Raumlufttemperatur von ca.
18°C oder 19°C haben. Da es sich jedoch um eine Wärmestrahlungsheizung handelt, entspricht dies einer Temperatur von ca. 20°C bei einer Konvektionsheizung. Ich habe zusätzlich noch einen
Infrarotstrahler montiert, den wir während dem Duschen bzw. beim Abtrocknen dazu schalten können. Außerhalb der Duschzeiten habe ich über den programmierten Thermostat eine Raumluft-Temperatur von 16°C eingestellt.
Da ich auch Strommessungen durchführe, weiß ich, dass wir alleine durch diese Konstellation
ca.30-40% Energie bzw. Strom sparen gegenüber früher (natürlich nur fürs Badezimmer).
Früher haben wir nur mit der 900 Watt Leichtbau-Heizung geheizt und zu den Duschzeiten eine Raumtemperatur von 21°C programmiert. Wir hatten also keinen Infrarotstrahler als Ergänzung eingesetzt.

Mit der jetzigen Lösung habe ich bzgl. der effektiven Beheizung unserem Badezimmer eine gute
Lösung gefunden. Selbst meine Frau ist damit sehr zufrieden. Was will man also mehr:
Wir sind zufrieden, sparen Energie und Geld und schonen dabei auch noch die Umwelt.

Übrigens: Ich habe mir vorgenommen, dass ich im nächsten Sommer die Kellerdecke zum Badezimmer wärmedämme. Das ist ein relativ großer Aufwand, da ich eventuell für diesen Zweck
die Saune im Keller teilweise abbauen muß.

Aber was tut man nicht alles und wir werden dadurch noch mehr Energie und Geld sparen und verbessern die Behaglichkeit im Badezimmer, durch einen wärmeren Fußboden.

Wichtig ist noch und das gilt allgemein, dass man das Badezimmer regelmäßig täglich und auf jeden Fall nach dem Duschen oder Baden ausreichend lüftet. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann sonst sehr schnell Schimmel und modriger Geruch entstehen. Deshalb immer nach dem Duschen ausreichend lüften.

Als Unterstützung kann man sich einen Luftfeuchtigkeitsmesser ins Badezimmer stellen.
Achten Sie aber darauf, dass Sie sich ein gutes und genaues Gerät anschaffen.
Feuchtemessegeräte, die man schon ab 2 Euro erhält, sind ungeeignet und sinnlos.
Gute Feuchtemessegeräte hingegen sind ab ca. 20.-€ zu haben. Achten Sie dann darauf, dass im Badezimmer maximal eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 60% herrscht. Kurzfristig und vor allem nach dem Duschen oder Baden erhöht sich die relative Feuchtigkeit natürlich. Deshalb immer ausreichend lüften.

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