Infrarotheizungen: Das heizen mit Strom

Infrarotheizung – Heizen mit Strom?
Obwohl wir uns ein Leben ohne elektrischen Strom nicht mehr vorstellen können, wird das
„Heizen mit Strom“ in unserer Gesellschaft oder sagen wir vielmehr in Deutschland, negativ
bewertet. Warum eigentlich? Ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten hierzu etwas Licht
ins Dunkel bringen, Zusammenhänge erläutern und die Dinge ganzheitlich betrachten.

Eine große Rolle hierbei spielt unsere Erziehung und die Nachkriegszeit. Nach dem 2.ten Weltkrieg kamen die mit Heizöl betriebenen Zentralheizungen in Mode. Jeder wollte ein eigenes Haus haben, wenn möglich mit einer Öl-Zentralheizung. Das bedeutete „Komfort“ und Heizöl war billig.
Nie mehr Kohleschleppen und Kohle einlagern, kein Holzhacken, sondern einfach den Knopf an der Zentralheizung drücken und schon wird es warm. Komfort pur. Der Umstieg auf solche Zentralheizungen war auch gleichzeitig der Wechsel von z.B. Kachelofen, also Infrarotheizung
auf Öl-Zentralheizung, also Konvektionsheizung. Dann kam in den 70er Jahren die Ölkrise.
Jetzt war plötzlich Energiesparen bzw. erst einmal Öl-bzw. Benzinsparen angesagt. Das bedeutete
aber auch, dass neue Zentralheizungen entwickelt wurden, die weniger Heizöl benötigten.
Das Prinzip, nämlich Konvektionsheizung, blieb jedoch bestehen. Und dieses Prinzip bedeutet
„Lufterwärmung“ bzw. „Konvektion“. Damit weniger warme Luft durch Hauswände, Fenster und Dach verloren geht, wurden sogenannte Isolierglasfenster entwickelt. Auch Wärmedämmung war
plötzlich in aller Munde. Alles nur deshalb, dass die erwärmte Raumluft möglichst im Haus bleibt
und nicht nach draußen gelangt. Die Heizungstechnik wurde immer raffinierter, technischer und damit auch viel komplizierter, vor allem auch in der Bedienung.
Dann wurden die ersten elektronischen Steuerungen in solche Zentralheizungen eingebaut.
Die ersten Energiespargesetze wurden verabschiedet. Die Zeche bezahlte der Bürger,
der sich an die diversen Einspargesetzte halten mußte. Das bedeutete damals wie heute, dass
man Geld investieren muß in eine Technik, die energiesparender ist. Auf diese Weise wird ganz
elegant und wie nebenbei der Konsum angeregt. Und ein schlechtes Gewissen sucht man bei den Politikern vergebens, die uns Bürgern mit dem Argument „Umweltschutz“, „Klimawandel“ etc. das Geld aus der Tasche ziehen. Ach ja, solche Investitionen werden ja staatlich gefördert. Es stellt sich mir jedoch die Frage, wer bezahlt denn diese Fördermittel? Natürlich wir, die Bürger über die
zahlreichen Steuern und Abgaben. Das beste Beispiel ist doch ganz aktuell der Strompreis oder besser gesagt die EEG (Erneuerbares Energie Gesetz). Denn hier sieht jeder von uns an der EEG-
Umlage, was uns die Förderung und Bezuschussung der PV-und Solaranlagen, der Windräder etc. kostet. Es ist doch nicht mehr nachvollziehbar, dass Strom immer billiger wird und gleichzeitig wir
Bürger für Strom immer mehr bezahlen müssen.

Damals erzeugten vor allem die Kohlekraftwerke viel mehr Strom als benötigt wurde. Vor allem auch nachts, denn abschalten konnte man diese Kraftwerke nicht so einfach. Also wurden sogenannte Nachtspeicheröfen entwickelt um den nächtlich erzeugten Stromüberfluss zu reduzieren und sinnvoll
zu nutzen. Nachtstrom war deshalb sehr billig und die Nachtspeicheröfen wurden nachts durch den billigen Nachtstrom mit Wärme aufgeladen, die dann tagsüber wieder zur Beheizung der Zimmer abgegeben wurde. Dass dieses Heizprinzip total uneffektiv war und ist und zudem nicht gerade gesund ist für uns Menschen, war egal. Hauptsache man wurde den nächtlich erzeugten Strom wieder los. Es wurden sogar Prämien bezahlt, wenn Nachtspeicheröfen eingebaut wurden.
Zwischenzeitlich hat sich ja viel verändert. Die Erderwärmung, der Umweltschutz, erneuerbare
Energien, zahlreiche neue Energiegesetze und Energieverordnungen sind Schlagworte, die heutzutage jeder kennt. Und der elektrische Strom spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle.

Glühbirnen wurden verboten, weil diese zu viel Strom benötigen. Energiesparende Haushaltsgeräte wurden entwickelt um Strom zu sparen. Unter dem Deckmantel Umweltschutz und Erderwärmung
sollen wir Bürger und Konsumenten unsere Häuser möglichst luftdicht dämmen, damit weniger warme Luft nach draußen gelangt. Das stößt den Konsum an, denn solche Maßnahmen werden ja staatlich gefördert. Klingelst bei Ihnen und kommen Ihnen solche Fördermaßnahmen nicht bekannt vor und zwar im Zusammenhang mit den ineffizienten Nachtspeicheröfen? Damals wurden Prämien bezahlt für den Einbau solcher Nachtspeicheröfen, heute werden Prämien bezahlt, wenn man diese Nachtspeicheröfen wieder ausbaut. Es ging und geht also hin und her. Heute so, morgen so.

Strom wird negativ bewertet, weil angeblich beim Transport von Strom über Leitungen hohe Verluste entstehen. Das hat jedoch mit Wechselstrom zu tun. Würde man Gleichstrom über Leistungen transportieren, hätte man kaum Verluste. Diese Transportverluste sind das Hautargument gegen
Strom zum Heizen. Ich frage mich nur, warum dann der notwendige Strom für Elektroautos problemlos erzeugt und transportiert werden kann? Das geht soweit, dass Elektroautos weltweit mit Unsummen oder sagen wir mit „unseren Steuergeldern“ gefördert werden. Haben hier etwa die großen Autokonzerne nachgeholfen oder handelt es sich bei Strom für Elektroautos um einen ganz anderen Strom als für Elektroheizungen bzw. für Infrarotheizungen? Sei`s drum. Es geht auf jeden
Fall wieder um Förderungen. Und wer bezahlt das wieder mal? Richtig, wir die Bürger und Steuerzahler. Denken wir doch mal weiter und stellen uns vor, dass irgendwann einmal weltweit
100 oder 500 Millionen oder noch viel mehr Elektroautos fahren und Strom verbrauchen werden.
Wo soll denn dieser viele Strom herkommen? Vieleicht sind diese Überlegungen auch ein Grund dafür, dass wir Strom sparen sollen und dass man politisch gesehen, keine Stromheizungen haben möchte? Es lohnt sich, mal genauer darüber nachzudenken.

Welche Kosten und Umweltschäden haben denn die weltweit verlegten Pipelines für Öl-und Gastransporte verursacht? Waldrodungen noch und nöcher, schwerwiegende Umweltschäden durch Öllecks an Land und in den Weltmeeren etc. ? Welche Kosten und Umweltschäden haben Kohlekraftwerke verursacht, vor allem diejenigen, die die dreckige Abgase ohne Filter in die Luft jagen? Und denken wir an Atomkraftwerke, die fast nicht zu handeln sind, sehr hohe Kosten verursachen und eine sichere Lagerung der Brennstäbe sowie aller kontaminierten Gegenstände bis heute nicht geklärt ist. Stillgelegte Atomkraftwerke kosten uns Bürger auch noch über mehrere Jahrzehnte hinweg Unmengen Geld. Und gefährlich für uns und die Umwelt sind solche stillgelegten Atomkraftwerke auch weiterhin bzw. noch Jahrzehnte. Wahnsinn oder?

Ich bin z.B. der Meinung, dass der eingeschlagene Weg bzgl. der erneuerbaren Energien total falsch ist. Richtig wäre ein Weg in Richtung „dezentraler Energieversorgung“ anstatt wie bisher „zentrale
Energieversorgung“. Warum muß Strom aus erneuerbarer Energie von Norddeutschland nach Süd-Deutschland transportiert werden? Bis neue Stromtrassen gebaut werden können, werden aufgrund der rechtlichen Lage mehrere Jahre und Jahrzehnte ins Land ziehen. Derweil bezahlt der Steuerzahler an stillstehende Windradbetreiber und andere „Schadenersatz“, weil der erzeugte Strom nicht transportiert werden kann, da keine Stromleitungen vorhanden sind. Oder weil Strom erst gar nicht produziert wird, weil dieser nicht transportiert werden kann. Wir bezahlen also einen Teil der
EEG-Umlage auch für nicht erzeugten Strom. Ja geht’s noch? Diejenigen, die diesen Wahnsinn
verbrochen haben, müssen doch dafür haften oder zur Rechenschaft gezogen werden oder nicht?
Das ist doch Schwachsinn hoch drei. Wie lange lassen wir Bürger und Steuerzahler uns das noch eigentlich noch gefallen? Und wer hat`s verbrochen? Unsere Politiker natürlich. Doch keiner von denen ist haftbar oder kann rechtlich belangt werden. Das kostet uns Steuerzahler 3-stellige Milliardenbeträge, jährlich.

Der Weg, erneuerbaren Strom zentral zu erzeugen und mit hohen Verlusten durch ganze Länder zu transportieren ist falsch, zu teuer und total ineffizient. Die Zeche zahlt auch hier wieder der Steuerzahler.  Und die einzige Lösung, die von unseren Politikern vorgeschlagen bzw. gefordert wird, heißt: Strom sparen, wärmedämmen, investieren in total falsche Produkte usw. Und damit wir das
auch tun, wird gefördert – mit unseren Steuergeldern.

Ein weiterer Aspekt ist unsere Abhängigkeit von Öl und Gas. Da Deutschland keine Öl-und Gasvorkommen hat, müssen wir diese Rohstoffe importieren. Dadurch sind wir total abhängig und
letztlich erpressbar. Strom hingegen können wir selbst herstellen und zwar jeder einzelne Haushalt und so viel wir wollen. Ich bin überzeugt davon, dass es in spätestens 10 Jahren keine Alternative zu
strombetriebenen Heizungen gibt. Künftige PV-Anlagen werden 4 oder 10mal so effizient sein wie heutige Anlagen. Künftig kann eine normale PV-Anlage auf dem Dach genügend Strom erzeugen für
Haushalt, Warmwasser und Heizung. Im Winter benötigen wir dann noch zusätzlich einen weiteren
Stromerzeuger. Das könnte z.B. eine kleines Windrad sein oder eine Mikro-Bockheizkraftwerk im Keller in Kombination mit einem Speicher oder auch die Brennstoffzellentechnik.

Erinnern Sie sich noch an die ersten mobilen Telefone oder an die ersten Computer? Hätten Sie damals in den 90er-Jahren gedacht, dass man mit einem kleinen mobilen Telefon, so groß wie eine Zigarettenschachtel, nicht nur telefonieren, sondern auch fotografieren kann, Videos selbst
ganz easy erstellen und in Sekunden schnelle weltweit versenden kann und dass ein solch kleines
Gerät einen Computer besitzt der leistungsfähiger ist als ein ganzes Zimmer, zugestellt mit Computern aus den 90er-Jahren? Ich glaube nicht.

Eine solch ähnliche Entwicklung werden wir bzgl. Stromerzeugung und Speicherung erleben.
Glauben Sie mir.

Auch deshalb empfehle ich Ihnen eine effiziente strombetriebene Infrarotheizung.

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