Infrarotheizungen und Hersteller

Achtung: Schwarze Schafe auch unter den Herstellern von Infrarotheizungen

Heutzutage kann man alles, also natürlich auch Infrarotheizungen über das Internet kaufen.
Leider kann man von der Homepage eines Anbieters oder Herstellers nicht auf die Firmengröße,
Seriosität und Qualität der angebotenen Infrarotheizungen schließen.

Optisch kann man leider in der Regel nicht feststellen ob es sich um gute oder schlechte Infrarotheizungen handelt. Denn von vorne betrachtet sehen die Infrarotheizungen fast glöeich aus, egal ob es sich um Natursteinheizungen, Glasheizungen oder um Leichtbauheizungen handelt.

Wer sich für Infrarotheizungen interessiert, denen kann ich nur raten „Lassen Sie sich von
erfahrenen Beratern beraten, wenn sie Qualitätsprodukte möchten!“

An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne zwei Beispiele nennen:

Beispiel 1:
Im Sommer 2013 wurde ich von einer Firma angeschrieben, die in der Schweiz ihren Sitz hat und
ihre Infrarotheizungen jedoch in Rumänien herstellen lässt. Ich sollte als Berater und Verkäufer
ihrer Infrarotheizungen gewonnen werden. In diesem Schreiben wurden die Infrarotheizungen,
speziell Glasheizungen und Leichtbauheizungen generell schlecht gemacht. Nur ihre eigenen
Infrarotheizungen wären optimale Infrarotheizungen und noch dazu, sehr sehr günstig.
Nach einigen Telefonaten mit dem Vertriebsleiter in der Schweiz habe ich eine 1350-Watt Infrarotheizung zum Testen bestellt mit der Option, diese problemlos zurück geben zu können.
Mein Geld würde ich dann auch wieder zurück bekommen. Die Testplatte mußte ich vorab bezahlen.

Nach ca. 6 Wochen wurde die Infrarotheizung angeliefert. Schon anhand der zusammengestöpselten
Verpackung war zu erahnen um welches tolle Produkt es sich handeln würde. Ich habe also die
Infrarotheizung ausgepackt und dachte an einen Scherz. Denn die Infrarotheizung hatte an den Ecken bereits „Eselsohren“, keinen Stecker, keine Anleitung, kein Produktschild und die sonstige Verarbeitungsqualität war, ich sag`s so wie es war, „unter aller Sau“. Ich habe so was noch nie erlebt obwohl ich regelmäßig Infrarotheizungen von Mitbewerbern zum Testen kaufe. Schließlich möchte ich wissen, was sich so alles auf diesem Markt tut.
Der Vertriebsleiter hat sich tausendmal entschuldigt und mich gebeten, Fotos zu machen und die Infrarotheizung zurück zu schicken. Ich würde dann eine neue Infrarotheizung sofort bekommen. Gesagt getan. Es war zwar für ich ein großer Aufwand, aber was tut man nicht alles.
Nach ca. 1 Woche informierte mich der Vertriebsleiter aus der Schweiz darüber, dass es
in Rumänien wohl einen Spionagefall gibt. Ein koreanischer Hersteller von Infrarotheizungen
hätte Mitarbeiter in Rumänien bestochen, dass diese solche kaputten Infrarotheizungen ausliefern.
Wahnsinn dachte ich. Die neue Infrarotheizung wurde dann nach weiteren 2-3 Wochen geliefert.

Diese sah optisch etwas besser aus, aber ganz ehrlich, in Deutschland kann man solche Infrarotheizungen mit einer solch schlechten Herstellerqualität definitiv nicht verkaufen.
Als ich denen das sagte und mitteilte, dass ich diese Infrarotheizung in meinem Ausstellungsraum
als abschreckendes Beispiel ausstellen möchte, hat sich der Geschäftsführer der Schweizer Firma
eingeschaltet und mir mit Anwalt, Klage und einer sehr großen 6-stelligen Summe als Schadens-
Ersatz gedroht. Ich einigte mich dann mit dem Geschäftsführer dahingehend, dass ich zusagte,
die Infrarotheizung in der kalten Jahreszeit in meinem Büro live als Heizung ausführlich zu testen.

Als es ein wenig kühler wurde, habe ich diese Infrarotheizung, die eine Nennleistung von 1350Watt haben sollte, in meinem Büro installiert. Mein Büro wurde und wurde jedoch nicht annähernd warm. (Zur Info: Bislang habe ich mein Büro mit einer 900-Watt Leichtbauheizung problemlos beheizt) Daraufhin habe ich mit einem Leistungsmesser die Leistung gemessen: Es waren lediglich ca. 400Watt anstatt 1350Watt, die ich ja gekauft habe. Mein erster Gedanke war, dass die tolle Schweizer Firma mit den anscheinend besten Infrarotheizungen auf dem Markt, vielleicht eine neuartige Steuerung in die Platte eingebaut habt um vielleicht noch effizienter zu sein bzw. um weniger Energie/Strom zu verbrauchen. Das ist aber nicht so.
Per email teilte mir der Vertriebsleiter lapidar mit, dass ich eine verbesserte Infrarotheizung der
neuen Generation zugeschickt bekomme. Auf die Tatsache, dass ich ja eine 1350-Watt Platte
gekauft habe, die aber nur 400 Watt Nennleistung hat, ist er mit keinem Wort eingegangen.
Diese verbesserte Version habe ich bislang nach ca. 3 Wochen immer noch nicht erhalten.
Und das ist ein Hersteller, der behauptet, die beste und effektivste Infrarotheizung zu haben.

Beispiel 2:
Es geht hier um ein ganz aktuelles Beispiel. Ein komplettes älteres Haus wurde mit Leichtbau-
Heizpanels ausgestattet. Der Hersteller dieser Panels vermarktet seine eigenen Produkte auch
selbst z.B. über ebay und bewirbt seine Produkte als die besten, die es zur Zeit auf dem Markt zu
kaufen gibt.

Das Ergebnis war, dass sämtliche Heizpanels nach 1 oder 2 Tagen ihren Dienst eingestellt haben.
Das ist kein Witz: In diesem Fall reden wir von einer Totalausfallquote von 100%.

Der Hersteller dieser Leichtbauheizungen meinte nur, das liegt an den verwendeten Heizelementen und natürlich werde alle Heizungen ausgetauscht. Und in den neuen Infrarotheizungen würden Silikonheizelemente eingesetzt, die unkaputtbar wären.

Das alles ist Anfang Dezember 2013 passiert bei Tagestemperaturen um den Nullpunkt herum und bei Nachttemperaturen von bis zu -10°C. Da laut Hersteller diese neuen Infrarotheizungen erst in ca. 14 Tagen verfügbar wären, könnte man die defekten Platten auch erst in frühestens 14 Tagen austauschen.

Und nochmals: Wir reden hier von einem Totalausfall. Das Haus kann also nicht anderweitig beheizt werden und das bei Minusgraden.

Und ich gebe zusätzlich zu bedenken: Von wem wurden denn diese neuen Infrarotheizungen
mit den tollen Silikon-Heizelementen getestet und vor allem auch „wie lange“?
Risiko hoch 10.

Solchen Herstellern gehört das Handwerk gelegt und zwar sofort. Es kann doch nicht sein, dass
Hersteller seine Heizungen von den Kunden testen läßt oder?

Und genau solche Hersteller sind es, die der gesamten Infrarotheizungsbranche schaden.

Deshalb habe ich eine Eigenstudie nur für meinen eigenen Gebrauch erstellt und Infrarotheizungen
getestet. Das Ziel der Tests war die Ermittlung der anteiligen Strahlungsleistungen diverser Infrarotheizungen von ca. 12 unterschiedlichen Herstellern.

Bei diesen Tests wurden natürlich auch Qualitätsmängel aufgedeckt, weil die Heizungen auch mehrere Stunden unter Volllast „gelaufen“ sind.

In Verbindung mit meinen jahrelangen Erfahrungen auf diesem Gebiet bzgl. der Zusammenarbeit mit diversen Herstellen und meiner eigenen Tests, kann ich voller Überzeugung sagen, dass ich nur
solche Produkte empfehle und/oder anbiete die mich persönlich voll und ganz überzeugt haben.
Mag sein, dass die eine oder andere Infrarotheizung 20.-€ mehr kostet als Produkte anderer
Hersteller, aber dafür bekommt der Kunde nicht nur eine erstklassige Beratung sondern auch erstklassige Produkte und zwar Infrarotheizungen und Thermostate.

Einen ersten Tipp oder Ratschlag kann ich auf jeden Fall jetzt schon geben:
Lassen Sie sich von Aussagen wie „Wir haben das beste Produkt“ etc. nicht beeindrucken.
Meistens gilt dann „Je toller und spektakulärer solche Aussagen sind, desto schlechter ist das Produkt“.

Anbei eine kleine Checkliste zum Thema „Wie findet man die richtige Infrarotheizung“:
-lassen Sie sich von guten Fachberatern detailliert beraten
-i.d.Regel verkaufen gute Fachberater auch gute Infrarotheizungen
-setzen Sie auf bewährte Hersteller von Infrarotheizungen, d.h. auf Hersteller, die
bereits mehrere Jahre auf dem Markt erfolgreich tätig sind
-bei kleinen Herstellern, d.h. bei 1-oder 2-Mann-Betrieben würde ich keine Infrarotheizungen kaufen
-manche Hersteller behaupten auch, dass Ihre Infrarotheizungen eine Besonderheit haben etc.
Verlangen Sie hierfür irgend eine Bestätigung (z.B. Prüfbericht) von einem unabhängigem Institut
-fragen Sie den Fachberater oder Hersteller nach Wärmebilder und dem Strahlungsanteil
der infrage kommenden  Infrarotheizung
-achten Sie besonders auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Hersteller sowie
auf Zertifikate und Prüfberichte (TÜV etc.) der Infrarotheizungen
-fragen Sie den Hersteller genau nach den Garantiebedingungen, denn hier wird häufig
Augenwischerei betrieben
-schauen Sie sich die Infrarotheizungen, die Sie kaufen möchten, vor dem Kauf in „Natura“ an.
Denn Qualität kann man häufig nur fühlen und nicht über schöne Fotos feststellen.
Gute Fachberater haben einen Ausstellungsraum oder/und beheizen ihr Haus/Wohnung mit
diesen Infrarotheizungen

Anbei eine kleine Checkliste zum Thema „Wie findet man einen guten Infrarotheizungs-Berater“
-achten Sie auf fachliche Nachweise und/oder Ausbildung des Fachberaters (Energieberater etc.)
-fragen Sie nach den Erfahrungen bzw. wie lange ist der Fachberater schon tätig
-fragen Sie danach ob der Fachberater sein Haus/Wohnung oder nur ein Zimmer mit Infrarot-
Heizungen beheizt
-fragen Sie den Fachberater danach, nach welchen Kriterien er die Infrarotheizung berechnet
-fragen Sie auch nach Kunden, die bereits mit Infrarotheizungen heizen (Referenzen)
-achten Sie auch darauf ob der Fachberater nur Infrarotheizungen von einem Hersteller anbietet
oder ob der Fachberater mehrere unterschiedliche Hersteller vertritt

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