Infrarotheizungen und Steuermöglichkeiten

Infrarotheizungen und Steuerungsmöglichkeiten
Infrarotheizungen lassen sehr einfach und effektiv regeln und steuern. In der Regel
installiert man in jedem Zimmer einen Thermostat, der in Abhängigkeit von der aktuellen
Zimmertemperatur und der am Thermostat eingestellten Wunschtemperatur, die Infrarot-
Heizung ein oder ausschaltet. Das ist schon alles. Man benötigt hierzu keine aufwändige
Technik und auch keinen Außentemperaturfühler oder dergleichen.

Auf dem Markt sind zahlreiche Thermostate erhältlich. Ich werde versuchen, Ihnen nachfolgend einen generellen Überblick zu geben und die Thermostate nach Themen zu sortieren.

Steckdosen-Thermostate
Wenn man die Infrarotheizung über eine Steckdose mit Strom versorgen möchte, setzt man
sogenannte „Steckdosenthermostate“ ein. Diese sehen aus wie Zeitschaltuhren, schalten die
Infrarotheizung jedoch in Abhängigkeit der eingestellten Wunschtemperatur ein oder aus.
im Prinzip unterscheide wir hier zwischen „einfachen“ und „programmierbaren“ Thermostaten.
Bei den einfachen Thermostaten stellt man eine Wunschtemperatur (Soll) ein. Ist diese Wunschtemperatur erreicht, schaltet der Thermostat die Heizung aus. Wird die Temperatur unterschritten, schaltet der Thermostate die Heizung wieder an. Das war`s. Einfacher geht’s nicht.

Programmierbare Thermostate können manuell und auch automatisch eingesetzt werden.
Hier kann man für jeden einzelnen Tag der Woche mehrere Wunschtemperaturen und Uhrzeiten einstellen / programmieren. Der Thermostat arbeitet dann diese programmierten Uhrzeiten und Temperaturen einfach ab. So kann man völlig automatisch z.B. das Badezimmer so steuern, dass es morgens um 6 Uhr 21°C warm ist und danach auf 17°C reduziert wird.
Nachteil: Die Programmierung ist nicht jedermanns Sache. D.h., die Handhabung im Programmiermodus, also im automatischen Bereich ist natürlich komplizierter als im manuellen einfachen Modus. Man sollte deshalb immer wissen, wo man die Bedienungsanleitung
abgeheftet hat.

Beide Varianten, also einfache und programmierbare Steckdosenthermostate sind auch als
Funkthermostate erhältlich.

Möchte man ein ganzes Haus oder eine komplette Wohnung mit Infrarotheizungen beheizen,
verwendet man üblicherweise fest in der jeweiligen Wand eingebaute Thermostate, die über
Stromleitungen mit den Infrarotheizungen verbunden sind, die gesteuert werden sollen. Da man
in diesen Fällen keine Steckdosen benötigt, ist diese Art der Steuerung auch optisch viel schöner.
Diese Thermostate bezeichnet man als Wandaufputz- oder Wandunterputz-Thermostate, die es
selbstverständlich auch in den Varianten einfach und programmierbar gibt.

Auch solche Auf-und Unterputzthermostate werden als Funkthermostate angeboten.

Ob man einen einfachen oder programmierbaren Thermostat einsetzen möchte ist auch abhängig davon, wie man das entsprechende Zimmer beheizen möchte.

Ansonsten kann ich nur die Empfehlung geben: So einfach wie möglich.

Bei Thermostaten muß man darauf achten, dass diese möglichst genau bei der eingestellten
Wunschtemperatur ein –bzw. ausschalten. Oder anders ausgedrückt, dass die Thermostate
möglichst genau die gewünschte Zimmertemperatur halten können. Hierzu gibt es den Kennwert
„Hysterese“. Je kleiner die Hysterese, desto genauer hält der Thermostat die Temperatur, aber je
öfter schaltet der Thermostat die Heizung ein und aus. Umgekehrt je größer die Hysterese, desto
ungenauer die Zimmertemperatur und desto größer sind die Temperaturschwankungen im Zimmer.
Der Mittelweg ist hier wie so oft der beste Kompromiss. Eine Hysterese von 0,5°C kann ich empfehlen.

Dann stellt sich noch die Frage nach der Platzierung von Raumthermostaten.
Hierzu gibt es eine einfache Regel. Ein Thermostat soll so platziert werden, dass er möglichst nicht beeinflußt wird von direkter Sonneneinstrahlung oder anderer interner Wärmequellen.
Er sollte auch nicht hinter Vorhängen oder an zugigen Stellen montiert werden.
Denn, dort wo der Thermostat installiert wird, wird die Temperatur gemessen. So einfach ist das.

Hat man z.B. ein sehr großes Zimmer, kann man eine sogenannte Zonenbeheizung realisieren.
Beispielsweise ein großes Zimmer, das als Wohn- und Esszimmer genutzt wird. Hier könnte man
die Infrarotheizung(en) im Essbereich und Wohnbereich jeweils getrennt mit einem separaten Thermostat steuern und regeln. Auch so kann Energie eingespart werden.

Ausblick: Zentrale Steuerung/Regelung
Wir planen die Entwicklung einer zentralen Steuerung über Computer bzw. Tablets.
Das heißt, man kann die Temperaturen der jeweiligen Zimmer über ein Tablet, das sich zum
Beispiel in der Küche befindet, aufrufen und regeln ohne ins entsprechende Zimmer zu gehen. Zusätzlich kann man über eins Tablet weitere Daten abrufen und auswerten. Zum Beispiel den Stromverbrauch der Heizung im Wohnzimmer für den Monat Januar oder von September bis April
und vieles mehr. Eine solche zentrale Steuerung ist meiner Meinung nach vor allem für jüngere Kunden interessant, die ein Haus bauen möchten. Denn solche Kunden sind gewohnt mit
Computern und Tablets umzugehen und erwarten deshalb eine solche computergesteuerte
Heizungsregelung und Steuerung.

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